Sondersatz Sportbriefmarke

Datum: 24.03.11

"Wer schreibt, der bleibt" verkündete der Bundesminister des Inneren, Dr. Hans-Peter Friedrich, im Bundesfinanzministerium in der Berliner Wilhelmstraße, wo sich gestern wichtige Persönlichkeiten aus der Politik, des Sports und der Philatelisten einfanden.

Anlass dazu war die Präsentation des Sondersatzes an Sportbriefmarken, deren Motive der Turn-Europameisterschaften in Berlin (4.-10. April 2011), der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen (16. Juni bis 17. Juli 2011) und der Hockey-Europameisterschaft in Mönchengladbach (20.-28. August) gewidmet sind. Die Herausgabe der Sonderpostwertzeichen zugunsten der Stiftung Deutsche Sporthilfe, soll die sozialen Belange und Aufgaben der Stiftung in allen Bereichen des Sports unterstützen helfen.

Nach einer kurzen Begrüßung des Vorstandvorsitzenden der Stiftung Deutsche Sporthilfe, Dr. Michael IIgner, kam auch schon der erste (Ex-)Turner zum Einsatz und zwar voll bekleidet. Kein geringerer als der Reck-Europameister von 1981, Eberhard Gienger, gab an diesem Gerät eine kurze Kostprobe seines Könnens. Es folgte eine unterhaltsame Ansprache des Bundesfinanzministers Dr. Schäuble mit anschließender Übergabe der Roten Alben der Briefmarken-Serie "Für den Sport" an den Bundesminister des Innern, Dr. Hans-Peter Friedrich sowie an Werner E. Klatte, den Vorsitzenden des Aufsichtsrates und des Kuratoriums der Stiftung Deutsche Sporthilfe.

Dann wurde es wieder sportlich im Finanzminsterium, denn für Marcel Nguyen und Philipp Boy galt es die Vorgänger-Übung Eberhard Giengers zu toppen. Boy stellte sein Können am Reck und Nguyen am Pauschenpferd unter Beweis und ließen die Geladenen staunen, während der Cheftrainer, Andreas Hirsch, im Stillen betete, dass das Reck nicht aus den Angeln gerissen wird. Soviel Mut muss auch belohnt werden und so überreichte Schäuble ihnen die Grünen und Weißen Alben. Auch Stephan Abel (Präsident Deutscher Hockey Bund), Rainer Brechtken (Präsident Deutscher Turner-Bund), Rolf Hocke (Vize-Präsident Deutscher Fußball Bund), Doris Fitschen (Managerin der Frauenfußball-Nationalelf) und Dieter Hartig (Präsident des Bundes Deutscher Philatelisten) erhielten die Alben.

Rund 128 Millionen sind der Stiftung Deutsche Sporthilfe durch den Verkauf von Sportbriefmarken seit 1968 zugeflossen. Allerdings sei im Vorjahr  mit 1,23 Millionen das schlechteste Ergebnis seit Bestehen der Sporthilfe erzielt worden, machte der Aufsichtsrat- und Kuratoriums-Vorsitzende, Werner Klatten aufmerksam – eine Konsequenz des Web 2.0.  Also rief der Bundesinnenminister Friedrich in seinem Grußwort dazu auf, wieder mehr Briefe zu schreiben, denn: "Wer schreibt, der bleibt und werde nicht gelöscht."

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© Juri Reetz