Turn-Team gewinnt Länderkampf

Datum: 17.04.10

Mit einem fulminanten Ergebnis von 269,00 Punkten gewann das Turn-Team Deutschland den Länderkampf gegen ein Mix-Team (254,15 Pkt.) und gegen Polen (246,60 Pkt) am 17. April in Dessau.

Vor rund 1.800 Zuschauern präsentierte sich das Turn-Team Deutschland in der Anhalt Arena bei seinem letzten Test vor der bevorstehenden EM in Birmingham in einem soliden Zustand.
Am Boden schickte Cheftrainer Andreas Hirsch drei Turner ans Gerät: Fabian Hambüchen (14,60 Pkt.), Marcel Nguyen (15,10 Pkt.) und Matthias Fahrig (13,85).
Lediglich Matthias Fahrig büßte durch einen Patzer zu Beginn seiner Kür Punkte ein. Gleich zu Beginn seiner Präsentation schaffte es der Vize-Europameister nach einem Salto nicht in den sicheren Stand und übertrat die Begrenzungslinie. Danach turnte der Hallenser seine Kür sicher durch und erhielt 13,85 Punkte.

Vorzeitig abgehen vom Pauschenpferd musste Philipp Boy, der für seinen Auftritt 13,85 Punkte erhielt. Fehlerfrei hingegen kamen Marcel Nguyen (13,80 Punkte) und Eugen Spiridonov (14,70 Punkte) durchs Programm.

Die höchste Punktzahl an den Ringen erhielt mit 14,80 Punkten Fabian Hambüchen, gefolgt von Philipp Boy (14,60 Punkte) und Eugen Spiridonov (14,70 Punkte). Auch Marcel Nguyen turnte fast fehlerfrei an den Ringen. Lediglich beim Abgang - einen Doppelsalto rückwärts gebückt - schaffte es der Münchner nicht in den sicheren Stand und damit auch nicht in die Wertung. Der Wettkampfmodus sieht vor, dass lediglich die drei höchsten Punktnoten in die Teamwertung einfließen.

Eine super Leistung lieferte Marcel Nguyen am Sprungtisch ab. Mit 16,00 Zählern erhielt er die höchste Punktwertung aller Turner an diesem Gerät.

Besonders gefreut hat sich Philipp Boy, nachdem er am Reck fehlerfrei durchgekommen ist. Mit der Höchstnote von 15,90 Punkten verwies der Cottbuser Fabian Hambüchen (15,85 Punkte) auf den zweiten Rang.

In der kommenden Nacht bricht das Turn-Team Deutschland zur EM nach Brimingham auf. Entgegen den ursprünglichen Planungen wird das Team mit dem Bus anreisen, da aufgrund des isländischen Vulkans noch immer der Flugverkehr in Europa eingeschränkt ist.