Max-Schmeling-halle

Volunteers im Portrait

Janine Pergande (Hostess)

"Ich durfte die goldene Medaille für Elisabeth Tweddle tragen"

Sie führen die Turnerinnen und Turner in die Halle zu den einzelnen Geräten,
tragen die Blumen für die "Flowerceremonie" und bringen bei der Medals
Plaza die Medaillen zu den Platzierten. 14 junge attraktive Mädchen wurden
dazu ausgewählt.

Eine davon ist Janine Pergande. Die 20-Jährige verrät: "Wir hatten einige
Proben für die Raumwege und haben geübt, dass die Geräte in der richtigen
olympischen Reihenfolge angelaufen werden. Auch am Potsdamer Platz
wurde vorher geübt. Dennoch war ich am Anfang ganz schön aufgeregt und
die Knie haben gezittert. Das hat sich aber schnell gelegt."

Die Berlinerin, die eine Ausbildung zur Physiotherapeutin macht, hat sich
als EM-Volunteer über das Veranstaltungsteam der Berliner Turnerjugend
beworben. "Ich wollte unbedingt mitmachen, weil es eine total tolle Erfahrung
ist. Ich habe hier ganz viele Turner getroffen, die man sonst nur im Fernsehen
sieht", sagt sie zufrieden.

Janine Pergande hat früher selber geturnt, am liebsten Boden und Balken.
Heute übt sie regelmäßig für den DTB-Turner-Gruppen-Wettkampf (TGW) im
Verein Charlottenburger TSV 1858.

Ihr größtes Erlebnis bei der EM? "Ich durfte gestern bei der Zeremonie am
Potsdamer Platz die goldene Medaille für Elisabeth Tweddle tragen. Und die finde ich ganz toll."

Volunteers im Porträt

Bernd Metzner (Sicherheit)

"Dabei sein ist entscheidend und Teil dieser EM zu sein"

Sie sind nicht zu übersehen, die 20 Volunteers in den roten Helfer-T-Shirts. Sie stehen an den von A bis Z durchnummerierten Auf- und Abgängen in der Max-Schmeling-Halle. Sie sind Helfer vom EM-Bereich Sicherheit und weisen den Zuschauern den richtigen Block zu, passen auf, dass sich keiner auf die Treppen setzt, damit die Fluchtwege frei bleiben, und sie achten darauf, dass keine Video-Aufnahmen gemacht werden.

Einer von ihnen ist Bernd Metzner. Er steht am Block G. "Bis jetzt haben die Zuschauer meine Anweisungen immer befolgt. Ich helfe gern bei allen Problemen und bleibe immer freundlich. Manchmal wollen zwei Leute auf dem gleichen Platz sitzen – auch dafür gibt es immer eine Lösung." Der 68-Jährige hat bereits Erfahrungen bei der Turn-WM in Stuttgart 2007 gesammelt und findet: "Das Publikum beim Turnen ist schon ein sehr fachkundiges. Viele von ihnen waren früher selber Trainer, Kampfrichter oder haben selber geturnt. Die fühlen sich bei den Wettkämpfen mit den Turnern verbunden. Das merkt man einfach an der tollen Stimmung."

Der rüstige Berliner war bis 2004 selbst Trainer im Kunstturnen weiblich am Landesleistungszentrum Kunstturnen in Berlin-Hohenschönhausen. Jetzt ist er in Pension und engagiert sich dennoch weiterhin bei den Mädchen der 3. und 4. Klasse beim Training und trainiert mit ihnen Sprung.

Und er engagiert sich gern die ganze Woche als Helfer in der Max-Schmeling-Halle. "Man trifft hier unheimlich viele Leute und ehemalige Kollegen. Immer, wenn in Deutschland so eine Turn-Veranstaltung stattfindet, kann man sicher sein, alle wiederzusehen. Entscheidend ist das Dabeisein. So ist man Teil der EM. Was man macht, spielt nicht so die Rolle." Seine Aufgabe als Sicherheitsdienst erfüllt er allerdings vorbildlich: "Gestern hat ein Ehepaar seine mitgebrachten Sitzkissen verloren. Ich habe überall danach gesucht und sie leider noch nicht finden können. Aber ich werde weiter die Augen aufhalten", verspricht er.


 Volunteers im Portrait

Christian Feder (Fahrdienstleiter)

 

"Zufriedene Gäste sind der größte Dank"


Er organisiert alles, was mit Transport zu tun hat und entscheidet, wer wen wohin fährt: Alle Gäste, wie die Aktiven, Trainer, Organisatoren, UEG- und DTB-Mitarbeiter, müssen vom Flughafen in eines der drei EM-Hotels, vom Hotel in die Max-Schmeling-Halle und von dort auch wieder zurück. Dafür stehen 12 PKW, 10 Kleinbusse und 3 Reisebusse zur Verfügung. Den Überblick behält hier Christian Feder, der 26-Jährige Berliner ist der EM-Fahrdienstleiter.

"Es hatten sich ganz viele Volunteers im Vorfeld für die Fahrertätigkeit beworben, 40 wurden ausgewählt. Ich habe mittlerweile ein Kernteam mit versierten Leuten, auf das ich bauen kann", erklärt der erfahrene Organisator. Damit alles reibungslos läuft, plante Feder fünf Wochen vor den EM am Computer per Tabelle die Einsatzzeiten der Fahrer und entwickelte die Schichtpläne. Mit dem Ziel, dann feste Aufträge sowie spontane Touren zu realisieren. Am 27. März beim Treffen mit allen Volunteers gehörte neben der allgemeinen Einführung auch die in den Fachbereich mit einer Fahrzeugeinweisung dazu. Feder erstellte für alle Fahrer eine Präsentationsmappe mit wichtigen Infos, z.B. mit Fotos von prominenten Gästen. Täglich wird im Zwei-Schicht-System von 7 bis 15 und von 14 bis 22 Uhr gefahren.
 
"Fremdsprachen und Ortskenntnisse sind bei diesem Job von Vorteil, müssen aber nicht sein. Heute gibt es ja in jedem Fahrzeug Navigationsgeräte. Ganz wichtig aber ist, dass unsere Fahrer stets freundlich und höflich sind, ein gepflegtes Auftreten haben, die Tür aufhalten und Diskretion wahren." Als Dankeschön für diesen Service gab es dafür auch schon kleine Präsente von Fahrgästen.

Der Reiz an dieser Tätigkeit liegt aber an der Veranstaltung selbst. Das wunderbare Miteinander, das 'ganz nah dran sein' macht dieses besondere Feeling aus. Dafür kommen manche EM-Fahrer extra aus Köln, Stuttgart oder Frankfurt angereist und nehmen für die erlebnisreichen Tage Urlaub, zahlen selbst Fahrt und Unterkunft. "Viele wollen unbedingt dabei sein allein wegen der Großveranstaltung. Für mich ist es ein wunderbarer Ausgleich zum Berufsleben", verrät Christian Feder, der als Industriemechaniker bei Siemens arbeitet und dort riesige Gasturbinen montiert. "Es ist zwar oft sehr stressig mit bis zu 16-Stunden-Tagen, aber eine positive Abwechslung."

Angefangen hat für Christian Feder alles mit dem 12-monatigen Zivildienst beim Berliner Turnerbund. "Hier habe ich die gesamte Verbandsarbeit kennen gelernt und war 2005 auch erstmals als Fahrer tätig", so der engagierte Ehrenamtler. "Und ich habe erste Einblicke in den Fahrdienst bekommen." Seit dem RSG-Masters 2006 hat er bei über 30 Großveranstaltungen von BTB, DTB und darüber hinaus die Verantwortung des Fuhrparks übernommen. Die Fußball-WM 2006, die Leichtathletik-WM im letzten Jahr, mehrere RSG-Masters, Deutsche Meisterschaften und das Turnfest in Frankfurt 2009 gehören zu seinen Erfahrungsschätzen.

Zu erkennen ist der Fahrdienstleiter während der EM-Tage an seiner neongelb leuchtenden Jacke. "Ich laufe aber nicht ständig über den Platz, sondern sorge eher dezent im Hintergrund für einen glatten Ablauf." Es kann auch schon mal passieren, dass ein Laptop oder gar ein Turner im Hotel vergessen wird... Feder reagiert dann spontan und schnell und bleibt da aufgrund seiner Erfahrung ganz gelassen: "Für all´ solche Situationen sind wir da!"

Und was wäre nach den EM ein gutes Fazit für den Fahrdienst-Chef? "Dass alle unfallfrei ihr Ziel erreicht haben und wir niemanden vergessen haben. Und, dass alle Gäste zufrieden waren. Das ist der größte Dank!"

Volunteers im Porträt

Beate Brand (Presse-Organisation)

"Es ist schön, ein kleines Rädchen im großen Team zu sein"

Wenn es um die Akkreditierung oder Betreuung von Journalisten geht, Pressedienste oder Startlisten zu kopieren sind oder Medienvertreter andere Informationen rund um die EM benötigen, dann ist Beate Brand gern und immer engagiert zur Stelle. Die 42-Jährige ist Volunteer im Bereich Presse-Organisation und ganze zehn Tage im EM-Pressezentrum tätig. Warum? "Es ist unheimlich schön, ein kleines Rädchen im großen Team zu sein und zu sehen, ob alles gut läuft", sagt sie zufrieden. 

Die Berlinerin war schon bei vielen Veranstaltungen als Volunteer dabei: bei den Nationalen Spielen von Special Olympics, bei Leichtathletik- und Fußball-WM oder auch bei der Domino-Steine-Aktion 2009 rund ums Brandenburger Tor. "Ich bin gern bei Veranstaltungen dabei, die nicht in Berlin stattfinden. Aber es ist am schönsten, eine Großveranstaltung in der eigenen Stadt zu unterstützen. Da ist der besondere Reiz, den guten Ruf von Berlin zu verstärken und das positive Gesicht nach außen zu tragen", erklärt Beate Brand.

Im Berufsleben ist sie selbstständige Unternehmensberaterin für Kundenkommunikation. Sie berät Unternehmen, kundenfreundlicher zu werden und hilft, die Zufriedenheit zu steigern sowie die Kundenbindung voranzutreiben. "Durch meine Selbständigkeit kann ich meine Zeit so einteilen, dass ich bei möglichst vielen Großveranstaltungen dabei sein kann. Und gerade gestern mit den ersten Qualifikationswettkämpfen der Frauen und der tollen Stimmung, die in der Max-Schmeling-Halle herrschte - da weiß man dann, wofür man das alles tut."

Was Beate Brand ganz erstaunlich findet: Wie freundlich und ungestresst alle Arbeitsgruppen miteinander umgehen. "Das ist ganz typisch für Sportveranstaltungen", merkt sie aus ihren unterschiedlichen Erfahrungen an. "Ganz unproblematisch übernimmt hier einer für den anderen die Arbeit. Zum Beispiel die Logistik. Wenn das Kopierpapier alle ist, dann kommt ganz schnell neues." Insgesamt arbeiten im Pressebereich 23 Volunteers. Sie kommen aus Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln, Stuttgart oder München.

Volunteers im Porträt

Thekla Mayerhofer & Giacomo Pinsoglio (Delegationsbetreuung & Info-Points)

"Wir sind hochmotiviert und helfen jederzeit gern weiter!"

Thekla Mayerhofer ist aus Halle an der Saale angereist, um bei der EM als Volunteer zu helfen. Giacomo Pinsoglios Anreise war noch viel länger - er ist extra aus Turin in Italien nach Deutschland gekommen. Beide arbeiten als Delegationsbetreuer und an den Info-Ständen in der Max-Schmeling-Halle. Die 22-Jährige Lehramts-Studentin mit den Fächern Mathe, Deutsch, Sport und Englisch ist begeistert von den ersten EM-Tagen: "Wir haben an den Anreisetagen die EM-Teilnehmer vom Flughafen oder vom Bahnhof abgeholt, sie zum Hotel gebracht und geschaut, dass alles gut organisiert ist. Das reicht vom richtigen Zimmer über das Essen bis zum Transfer in die Max-Schmeling-Halle." Thekla Mayerhofer, die früher selbst geturnt hat und das erste Mal bei solch einem Großevent als Volunteer dabei ist, schwärmt weiter: "Ich freue mich, so ganz nah dabei sein zu dürfen, alles hautnah mitzuerleben und werde mein Bestes für ein gutes Gelingen geben. Turnen ist eine der absolut beeindruckendsten Sportarten überhaupt!"

Auch Giacomo Pinsoglio hat bereits EM-Teilnehmer bei der Anreise betreut und steht nun an einem der Info-Points. Hier gibt es alle Informationen rund um die EM. "Die häufigsten Fragen sind: Wie funktioniert das Internet? Wo sind die Trainingshallen? Wo gibt es einen Trainingsplan? Wie ist der Transport geregelt?", verrät der 23-jährige Italiener. Er studiert in Turin an der Universität Sport für Behinderte und ist für diese EM mit ihren Teilnehmern aus 39 Nationen gut "ausgerüstet": Er spricht die fünf Sprachen Italienisch, Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch. "Ich bin mit dem Turnen seit meiner regionalen Kampfrichterausbildung 2008 verbunden. Diese großartige Veranstaltung in Berlin ist für mich eine wichtige Chance, mit Gästen aus anderen Ländern in Kontakt zu kommen und meine Sprachkenntnisse anzuwenden." Es wird ihm außerdem eine Freude sein so nah am Wettkampfgeschehen dabei sein zu dürfen. "Ich glaube auch, dass Berlin perfekt ist, um verschiedene Kulturen zu treffen. Turnen ist ein idealer Sport, Menschen aus aller Welt zusammenzubringen!"

Insgesamt 30 Volunteers aus acht Nationen arbeiten im Delegationsbereich und am Info-Stand – sie sprechen zusammen 13 Sprachen! Die Mehrheit von ihnen hat vielfältige Erfahrungen im Volunteering und war z.B. schon bei Deutschen Meisterschaften, bei einer EM oder WM dabei. Und das unter anderem in den Sportarten Turnen, Trampolinturnen, RSG, Leichtathletik, Handball, Boxen, Schwimmen oder Fußball. Das gesamte Helfer-Team besetzt fast rund um die Uhr den Info-Point in der Wettkampfarena und in den drei EM-Hotels Andel´s, Park Plaza und Holiday Inn City East. "Wir sind Ansprechpartner für alle Fragen rund um die EM und für Berlin-Infos. Und wir bewältigen gern auch alle anderen kleinen und großen Herausforderungen", versichert Thekla Mayerhofer. "Wir sind alle immer nett und freundlich, hochmotiviert und helfen jederzeit gern weiter!"

 

Volunteers im Porträt

Paul Buchmann (IT-Service)

"Wir sind die Ersten, die morgens kommen und die Letzten, die abends gehen."

Seit vergangenem Mittwoch arbeitet er täglich mindestens 14 Stunden in der Max-Schmeling-Halle, hat im Vorfeld der EM die Netzwerke aufgebaut und sich darum gekümmert, dass alle technischen Geräte rechtzeitig startklar sind und funktionieren. Der Berliner Paul Buchmann ist Volunteer im Bereich IT-Service und quasi rund um die Uhr im Einsatz: "Wir haben zum Beispiel dafür gesorgt, dass im Pressezentrum Laptops und LAN-Anschlüsse betriebsbereit sind, dass alle Journalisten per W-LAN ins  Internet können und Fotos hochgeladen und ausgedruckt werden können." Auch im OK-Bereich wurden über 20 Laptops fit gemacht und Drucker installiert. Der 23-Jährige ist außerdem verantwortlich, alle technischen Geräte auch zu warten. Darunter zählen auch Geräte in der Halle selbst, wie die Kampfrichter-PCs und die Anzeigentafeln.

Paul Buchmann ist in seinem kleinen Büro der allgemeine Ansprechpartner für jeden, der Zugriff auf das Internet hat. Das betrifft auch die Turner, Trainer und Delegierten. "Wir bekommen hier die unterschiedlichsten Anfragen", sagt er, während schon wieder das Funkgerät ruft. "Das OK meldet sich zum Beispiel, wenn in der Aufwärmhalle noch eine Musikanlage gebraucht wird oder irgendwo Stühle fehlen, da arbeiten wir auch eng mit dem Bereich Logistik zusammen."

Warum er als Volunteer bei der EM dabei ist, kann er ganz genau sagen: "Ich bin Student der Verwaltungsinformatik an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin. Da passt die EM fachlich genau rein. Bis zu 80 Prozent der Aufgaben entsprechen den Studieninhalten, auch da müssen wir Netzwerkstrukturen aufbauen - allerdings nur theoretisch. Hier kann ich wunderbar praktische Erfahrungen sammeln!"

Ehrenamtlich geholfen hat Paul Buchmann schon bei so einigen Großveranstaltungen. Er erinnert sich gut an die Leichtathletik-WM 2009 in Berlin und meint, an die zehn RSG-Masters als Volunteer unterstützt zu haben. "Man bekommt so die Veranstaltung hautnah und hinter den Kulissen mit, man ist direkt dabei. Und es ist wirklich interessant, wie viele Leute im Hintergrund wuseln und welche Aufgaben, welche Probleme und welcher Stress zu bewältigen sind, damit die Zuschauer draußen etwas Schönes zu sehen bekommen. Dafür sind wir gern die Ersten, die morgens kommen und die Letzten, die abends gehen!"

Volunteers im Porträt

"Ohne die ehrenamtliche Arbeit würde mir etwas fehlen"

Ehrenamtliche Tätigkeiten sind gerade im Sport von enormer Bedeutung. Egal, ob kleine Sportveranstaltungen oder große Events wie die Turn-EM Berlin 2011 - ohne die Unterstützung und den Einsatz freiwilliger Helfer wären diese gar nicht durchführbar. Durch ihr Engagement, ihre Hilfsbereitschaft und ihre Freundlichkeit prägen die Volunteers, wie die Helfer auch genannt werden, auf entscheidende Weise das Bild einer Sportveranstaltung. Rund 350 freiwillige Helfer aus Berlin, Deutschland und der ganzen Welt sind bei dieser Turn-EM in unterschiedlichen Einsatzbereichen tätig.

Eine von ihnen ist Erika Winkelmann aus Berlin. Als Mitglied des Berliner Turner Vereins von 1850 e.V. engagiert sie sich auf ehrenamtlicher Basis seit mehr als 40 Jahren für den Sport. Vom Feriencamp des Landessportbundes über Turnfeste und Gymnaestraden bis hin zum Marathon - Erika Winkelmann ist quasi überall dabei. "Als ich noch berufstätig war, habe ich einen Großteil meiner Freizeit in ehrenamtliche Aktivitäten investiert. Seitdem ich Rentnerin bin, habe ich nun noch mehr Zeit für diese Arbeit", berichtet sie mit einem Leuchten in den Augen. Seit über 30 Jahren unterstützt sie die Geschäftsstelle des Berliner Turn- und Freizeitsport-Bundes in den Bereichen Verwaltung und Catering und kümmert sich darüber hinaus bei Feriencamps, Turnfesten und Gymnaestraden um die Schulbetreuung. Auch in anderen Sportarten ist sie aktiv. So ist sie als Streckenposten für den SCC beim Halbmarathon oder Marathon im Einsatz. Ein Leben ohne die ehrenamtlichen Tätigkeiten kann sich Erika Winkelmann nicht vorstellen: "Es macht so viel Spaß, man arbeitet viel mit jungen Leuten, unterhält sich und erlebt all das, was das Vereinsleben ausmacht. Ohne diese ehrenamtlichen Einsätze würde mir definitiv etwas fehlen."

Für ihr Engagement erhielt sie bereits zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen. "Es ist schön, wenn die Arbeit, die man leistet, anerkannt wird", sagt sie. Besonders stolz ist Erika Winkelmann auf die Nominierung für den "Vera Ciszak"-Preis, der an Frauen mit herausragender ehrenamtlicher Leistung vergeben wird. Bei den Turn-EM Berlin 2011 unterstützt sie das Organisationskomitee als Volunteer im Bereich Catering und ist somit sowohl für Mitarbeiter und Helfer als auch für Sportler und Trainer eine wichtige Anlaufstelle.